Die Games Workshop Story (III)

Games Workshop hat sich vom Grassroots-Geschäft von Spielern für Spieler, bei denen Produktion und Nutzung Hand in Hand gingen, zum großen Konzern mit über 3000 Mitarbeitern gewandelt. Die Gründer waren Pioniere des Fantasy-Genres.

John Peake gründete 1975 mit seinen beiden Mitbewohnern Steve Jackson und Ian Livingstone eine Firma, die traditionelle Brettspiele fertigte und ein regelmäßiges Infoblatt und später eine Zeitschrift namens White Dwarf herausbrachte.

Doch Jackson und Livingstone waren nicht nur in Bezug auf Spielproduktion Pioniere: Sie prägten das Genre des Fantasy-Spiels auch dadurch, dass sie einen Weg fanden, die Fantasy durch eine spielerische und publizistische Neuerung einem größeren Publikum schmackhaft zu machen: sie erfanden das „Interaktive Buch“, in dem der Leser selbst zum Protagonisten wurde und seinen Heldencharakter mit Würfelglück und durch unterschiedliche Wahlmöglichkeiten durch das Abenteuer manövrierte – ein Hybrid aus Pen-and-Paper-Rollenspiel und das Brettspiel war geboren. Darüber hinaus ist es das Verdienst Jacksons und Livingstones, dass das Fantasy-Rollenspiel seinen Weg nach Europa finden konnte. Freilich hätten sie sich ihren Weg sicherlich auch anders gebahnt – doch sie waren die Pioniere, die das Potential sofort erkannt haben. Gary Gygax, dem Entwickler von Dungeons & Dragons, dem ersten Rollenspiel überhaupt, war eine Ausgabe von „Owl and Weasel“ in die Hände gefallen und er schickte sein Spielkonzept an Jackson und Livingstone, die es vom Fleck weg über Games Workshop unter das Volk brachten.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 3. August 2010 um 16:19 Uhr unter der Kategorie Games Workshop veröffentlicht. Abonnieren Sie den RSS 2.0 Feed und Sie werden über alle Antworten informiert. Sie können ebenfalls Kommentare schreiben, oder einen Trackback von Ihrer Homepage senden.

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