Hero Quest und der Rest der Welt
Die Games-Workshop-Gründer Steve Jackson und Ian Livingstone haben wie vielleicht niemand sonst die Kultur der Fantasy und des Fantasy-Rollenspiels in Europa gefördert. Mit Hero Quest brachten sie 1989 in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Firma Milton Bradley ein Brettspiel auf den Markt, das in einer Welt spielte, deren Ästhetik die beiden Macher in Europa populär gemacht hatten.
Hero Quest sollte zur Vorlage anderer populärer Spiele wie „Die Claymore Saga“ werden, und es gab ebenfalls ein ähnlich geartetes Spiel, das im Weltraum spielte; in Deutschland erschien es unter dem Namen „Star Quest“. Trotz gewisser Ähnlichkeiten sind die beiden Spiele allerdings nicht so sehr verwandt, wie es der Name nahe legt; es handelt sich hierbei tatsächlich auch um den deutschen Titel: im englischsprachigen Raum heißt das Spiel „Space Crusade“. Offenbar wollte man aus dem Erfolg von Hero Quest auf Grund des Namens zusätzliches Kapital schlagen, indem man eine de facto nicht vorhandene Gemeinsamkeit suggeriert. In Italien, Belgien und den Niederlanden versuchte man es mit der gleichen Marketing-Masche. Andererseits sind sich die Konzepte der beiden Spiele auch nicht vollständig fremd – letztlich ist das auch kein Wunder, schließlich wurden beide von Steven Baker designt.
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